Die Automatisierung in der Intralogistik entwickelt sich für Industrie-, Handels- und Logistikunternehmen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Steigende Kosten, zunehmender Fachkräftemangel, schwankende Auftragsmengen und wachsende Anforderungen an Liefergeschwindigkeit und Qualität erhöhen den Druck auf die innerbetrieblichen Prozesse. Gleichzeitig eröffnen fahrerlose Transportsysteme, autonome mobile Roboter, eine intelligente Lagerverwaltung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) völlig neue Möglichkeiten, um Materialflüsse und Warenbewegungen effizienter zu steuern.

Erfolgreiche Intralogistik-Automatisierung setzt dort an, wo körperlich belastende, monotone oder fehleranfällige Tätigkeiten automatisiert werden können. Mitarbeitende übernehmen im Gegenzug stärker koordinierende, kontrollierende und wertschöpfende Aufgaben.

Wir stellen dir in diesem Beitrag die Vorteile der Intralogistik-Automatisierung vor und zeigen dir auch, welche automatisierten Logistiksysteme heute bereits zur Verfügung stehen. Außerdem kannst du dich von Beispielen deutscher Unternehmen bei der Automatisierung deiner Intralogistik inspirieren lassen.

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Automatisierung in der Intralogistik: Was bewirkt die intelligente Steuerung?

Automatisierung in der Intralogistik bedeutet, dass innerbetriebliche Transport-, Lager- und Kommissionierungsprozesse mithilfe von Maschinen, Robotern und Software teilweise oder sogar vollständig selbstständig ausgeführt werden. Die innerbetriebliche Logistik reicht dabei vom Wareneingang über die Lagerung und Produktionsversorgung bis zur Bereitstellung für den Versand. Ziel der Automatisierung ist es, diese Abläufe schneller, transparenter und zuverlässiger zu gestalten – und Mitarbeitende insbesondere bei körperlich belastenden, monotonen oder fehleranfälligen Tätigkeiten zu entlasten.

Dabei geht es nicht allein um die Bewegung von Waren. Eine moderne Intralogistik-Automatisierung verbindet physische Materialflüsse mit digitalen Informationsströmen. Systeme erkennen also, wo sich ein Artikel befindet, welche Menge benötigt wird, welcher Transportweg verfügbar ist und wann eine Produktionslinie mit Material versorgt werden muss. Lagerverwaltung, Fördertechnik, Robotik und Künstliche Intelligenz greifen dafür zunehmend ineinander.

Die Bandbreite automatisierter Intralogistik-Lösungen reicht von digitalen Assistenzsystemen bis hin zur weitgehend selbststeuernden Warehouse Automation – einige Beispiele:

Scanner, Pick-by-Light und Pick-by-Voice unterstützen Mitarbeitende bei der Kommissionierung und reduzieren Fehlgriffe

Automatisierte Flurförderzeuge übernehmen wiederkehrende Transporte von Paletten, Behältern oder Bauteilen

Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und autonome mobile Roboter (AMR) bringen Waren selbstständig ans Ziel und passen ihre Fahrwege teilweise dynamisch an

Regalbediengeräte und Shuttle-Systeme lagern Artikel automatisiert ein und aus

(Kollaborative) Roboter, also auch Cobots, kommissionieren, sortieren, verpacken oder palettieren Waren

Lagerverwaltungs- und Materialflussrechner koordinieren Bestände, Aufträge, Anlagen und Fahrzeugflotten

Künstliche Intelligenz optimiert Routen, erkennt Engpässe, prognostiziert Auslastungen und unterstützt die vorausschauende Wartung

Wie stark ein Unternehmen intralogistische Prozesse automatisieren kann, hängt von der Warenstruktur, dem Auftragsvolumen, dem Gebäude, dem Investitionsrahmen und dem Flexibilitätsbedarf ab. Eine vollständige Automatisierung ist daher nicht immer gleich das sinnvollste Ziel. Gerade in bestehenden Lagern und Produktionsumgebungen kann eine flexible Intralogistik-Automatisierung viel erfolgversprechender sein: Unternehmen beginnen dabei mit einem klar abgegrenzten Prozess, sammeln Erfahrungen und erweitern die Lösung anschließend schrittweise.

Entscheidend ist, dass nicht nur einzelne Maschinen bei der Automatisierung betrachtet werden. Erst wenn automatisierte Logistiksysteme mit der Lagerverwaltung, Produktionsplanung und vorhandenen IT-Infrastruktur verbunden sind, entsteht ein durchgängiger, intelligenter Materialfluss. So wird aus isolierter Technik erst eine leistungsfähige Intralogistikkette, die sich auch an veränderte Mengen, Produktvarianten und Marktanforderungen anpassen kann.

Marktanalyse: Wie groß ist das Potenzial für Intralogistik-Automatisierung?

Eine eindeutige Zahl zur derzeitigen Intralogistik-Automatisierung in der Industrie gibt es nicht, weil Studien unterschiedliche Technologien und Marktsegmente zusammenfassen. Manche Untersuchungen betrachten dabei ausschließlich Warehouse Automation, andere beziehen Flurförderzeuge, Krane, Lagertechnik, mobile Roboter und klassische Fördertechnik mit ein.

Der VDMA bezifferte beispielsweise das Produktionsvolumen der deutschen Fördertechnik- und Intralogistikanbieter für 2024 auf rund 27,7 Milliarden Euro. Das deutsche Exportvolumen lag im selben Jahr bei 19,8 Milliarden Euro. Weltweit wurden bereits 2023 Intralogistikprodukte im Wert von rund 122,5 Milliarden Euro exportiert. Diese Zahlen bilden allerdings die gesamte Intralogistikbranche ab, nicht nur automatisierte Lösungen.

Für den enger gefassten weltweiten Markt der Warehouse Automation schätzt Global Market Insights das Volumen für 2024 auf 26,5 Milliarden US-Dollar. Bis 2034 soll es demnach auf 115,8 Milliarden US-Dollar wachsen. Solche Prognosen sind aufgrund unterschiedlicher Marktdefinitionen mit Vorsicht zu interpretieren, verdeutlichen aber die erwartete Dynamik

Besonders stark wächst die mobile Robotik. Nach Angaben der International Federation of Robotics wurden 2024 rund 102.900 professionelle Serviceroboter für Transport und Logistik verkauft – 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit entfiel mehr als die Hälfte der erfassten professionellen Serviceroboter auf diese Anwendungsklasse.

Industrielle KI wird darüber entscheiden, wer in Zukunft in der Industrie führend ist.

Vorteile: Warum lohnt sich Automatisierung in der Intralogistik?

Eine automatisierte Logistik entfaltet ihren größten Nutzen, wenn Unternehmen nicht von einer bestimmten Technologie ausgehen, sondern von einem klar definierten Prozessproblem. Und das gilt auch für die Intralogistik-Automatisierung,

Typische Vorteile können sein:

Höherer Durchsatz: 
Wiederkehrende Warenbewegungen können kontinuierlich und planbar ausgeführt werden. 

Weniger Fehler: 
Eine digitale Auftragssteuerung und automatische Identifikation reduzieren Fehlgriffe und Falschlieferungen.

Entlastete Mitarbeitende: 
Schwere, monotone und ergonomisch ungünstige Tätigkeiten werden von Maschinen übernommen.

Mehr Transparenz: 
Lagerverwaltung und Materialflusssteuerung zeigen Bestände, Auftragsstatus und Anlagenleistung in Echtzeit.

Bessere Flächennutzung: 
Automatische Kleinteilelager und Hochregallager können vorhandenen Raum effizient nutzen.

Höhere Prozesssicherheit: 
Standardisierte Abläufe machen Durchlaufzeiten und Qualität besser planbar.

Flexible Skalierung: 
Modulare AMR-Flotten lassen sich bei steigendem Bedarf um zusätzliche Fahrzeuge erweitern. 

Entscheidend ist jedoch immer die Gesamtbetrachtung. Eine einzelne Maschine optimiert noch keine Intralogistikkette. Erst die Integration in Lagerverwaltung, Produktion, ERP-Systeme und Informationsströme schafft einen durchgängigen Nutzen.

Optionen: Welche automatisierten Systeme stehen zur Verfügung?

Je nach Warenstruktur, Prozessvolumen und Gebäude kommen unterschiedliche Intralogistik-Lösungen für eine Automatisierung infrage.

SYSTEM TYPISCHER EINSATZ BESONDERE STÄRKE
Automatisierte Fördertechnik Gleichbleibende Transportwege mit hohem Volumen Hoher und kontinuierlicher Durchsatz
Fahrerlose Transportsysteme (FTS) Wiederkehrende Transporte auf definierten Routen Zuverlässige Produktionsversorgung
Autonome mobile Roboter (AMR) Dynamische Transporte in veränderlichen Umgebungen Hohe Flexibilität
Automatisierte Stapler Paletten-Aufnahme, Einlagerung und Nachschub Staplertypische Prozesse
Regalbediengeräte und Shuttles Automatische Ein- und Auslagerung Hohe Lagerdichte und Geschwindigkeit
Robotergestützte Kommissionierung Greifen, Sortieren und Bereitstellen von Artikeln Automatisierte repetitive Handgriffe
Cobots Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden Hilfreiche Unterstützung ohne vollständige Trennung
Lagerverwaltungssysteme Bestands- und Auftragssteuerung Zentrale Transparenz
Materialflussrechner Koordination von Anlagen und Fahrzeugen Optimierter Gesamtfluss
KI-Systeme Prognosen, Bilderkennung und Routenplanung Hohe Anpassungsfähigkeit und Optimierung

Welche Automatisierungslösung geeignet ist, hängt unter anderem von den Abmessungen und Gewichten der Ladeeinheiten, den Auftrags- und Durchsatzanforderungen, saisonalen Spitzen sowie den räumlichen Gegebenheiten ab. Eine Technologie, die in einem E-Commerce-Lager erfolgreich ist, muss nicht automatisch für die Produktionslogistik eines Maschinenbauers geeignet sein.

Sicherheit: Was muss die Intralogistik-Automatisierung leisten?

Wo Menschen, Flurförderzeuge und Roboter dieselben Flächen nutzen, muss Sicherheit bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Sicherheitssysteme für die Intralogistik-Automatisierung bestehen typischerweise aus mehreren Ebenen:

Laserscanner, Kameras, Abstandssensoren und definierte Schutzfelder erkennen Personen und Hindernisse.

Sichere Steuerungen reduzieren Geschwindigkeiten oder stoppen Anlagen.

Verkehrsregeln, markierte Übergänge und ein intelligentes Flottenmanagement verhindern kritische Begegnungen.

Ergänzend dazu benötigen Mitarbeitende klare Unterweisungen für den Normalbetrieb, Wartungsarbeiten und Störungen.

Mit zunehmender Vernetzung gewinnt auch die Cybersicherheit an Bedeutung. Manipulierte Auftragsdaten, ausgefallene Schnittstellen oder unzureichend geschützte Fernwartungszugänge können nicht nur die IT, sondern auch physische Prozesse beeinträchtigen.

Die kommende, ab Januar 2027 verbindliche Verordnung (EU) 2023/1230 über Maschinen berücksichtigt stärker, dass auch Software Sicherheitsfunktionen übernehmen kann. Unternehmen sollten deshalb technische Sicherheit, IT-Schutz und betriebliche Organisation gemeinsam betrachten. 

Praxistipps: So meisterst du die Herausforderungen bei der Implementierung

Viele Automatisierungsprojekte scheitern nicht an der verfügbaren Technik, sondern an unklaren Zielen, lückenhaften Daten oder unterschätzten Schnittstellen. Für eine erfolgreiche Einführung haben sich folgende Schritte bewährt:
 

  1. Prozesse analysieren: 
    Erfasse Laufwege, Mengen, Engpässe, Fehler und Spitzenlasten.
     
  2. Use Case priorisieren: 
    Beginne mit einem klar abgrenzbaren, häufig wiederkehrenden Prozess.
     
  3. Business Case berechnen: 
    Berücksichtige Investition, Betrieb, Wartung, Energie, Personal, Fläche und Nutzungsdauer.
     
  4. IT-Integration planen: 
    Kläre frühzeitig die Anbindung von Systemen, Lagerverwaltung, Maschinen und Flottensteuerung.
     
  5. Pilotprojekt durchführen: 
    Teste Technik, Akzeptanz und Prozessqualität unter realen Bedingungen.
     
  6. Mitarbeitende einbinden: 
    Kommuniziere Ziele und Veränderungen transparent und qualifiziere Teams.
     
  7. Skalierung vorbereiten: 
    Definiere Standards, Schnittstellen und Kennzahlen, bevor du weitere Bereiche automatisierst. 


Hohe Anfangskosten, technische Abhängigkeiten und ein steigender Instandhaltungsbedarf bleiben relevante Herausforderungen. In einer von Unitechnik veröffentlichten Befragung nannten Unternehmen vor allem hohe Investitionskosten und geringe Flexibilität als zentrale Entscheidungsfaktoren. Gleichzeitig konnten sich aber 70 Prozent der Befragten weitere Investitionen in Automatisierungslösungen vorstellen. 

Best Practices: Wie sieht Intralogistik-Automatisierung in deutschen Unternehmen aus?

 

Beispiel 1: BMW – vernetzte Transportroboter in Regensburg

Im BMW Group Werk Regensburg sind knapp 50 automatisierte Routenzüge und mehr als 140 Smart Transport Robots über ein cloudbasiertes Verkehrsleitsystem vernetzt. Die Flotte übernimmt arbeitstäglich rund 10.000 Teilefahrten. Die eingesetzten Fahrzeuge unterscheiden sich nach Aufgabe und Nutzlast – einzelne autonome Systeme können sogar Lasten von bis zu 55 Tonnen transportieren.

Das Beispiel zeigt, wie Geräte verschiedener Hersteller, autonome Fahrzeugtypen und unterschiedliche Automatisierungsgrade über eine zentrale Plattform orchestriert werden können.

 

Beispiel 2: Zalando – flexible AMR für den Warenausgang

Zalando setzt autonome mobile Roboter von Idealworks in seinen Logistikzentren in Mönchengladbach und Lahr ein. Die AMR transportieren versandfertige Bestellungen und ersetzen körperlich anstrengende Rollwagentransporte. Sie können Güter bis zu 1.000 Kilogramm bewegen und sind über eine Cloud-Plattform mit der Zalando-IT verbunden. 

Bemerkenswert ist vor allem die Skalierbarkeit: Die Fahrzeuge können zwischen Standorten verlagert und an saisonale Bedarfe angepasst werden.

 

Beispiel 3: DHL – Robotik im industriellen Maßstab

Die DHL Group hat innerhalb von drei Jahren mehr als eine Milliarde Euro in die Automatisierung seiner Kontraktlogistik investiert. 2025 kündigte das Unternehmen gemeinsam mit Boston Dynamics den geplanten Einsatz von mehr als 1.000 zusätzlichen Robotern an. Der Stretch-Roboter kann nach Unternehmensangaben bis zu 700 Kartons pro Stunde aus Containern entladen. 

Das Projekt verdeutlicht, wie Robotik zunächst für einen konkreten Prozess eingeführt und anschließend auf weitere Anwendungen wie die Kommissionierung übertragen werden kann.

 

Beispiel 4: Schaeffler – humanoide Roboter & Physical AI

Schaeffler und Neura Robotics vereinbarten 2025 eine Technologiepartnerschaft für humanoide Roboter. Schaeffler will die Systeme in seinem Produktionsnetzwerk einsetzen und bis 2035 eine mittlere vierstellige Zahl integrieren. Reale Produktionsdaten sollen dabei helfen, industrielle Fähigkeiten der Roboter zu trainieren. 

Humanoide Roboter befinden sich in vielen Anwendungsbereichen noch in einer frühen Phase. Sie könnten künftig jedoch dort interessant werden, wo klassische Anlagen aufgrund wechselnder Aufgaben, menschlich gestalteter Arbeitsplätze oder geringer Stückzahlen zu unflexibel sind.

Zukunftsaussichten: Welche Trends prägen die automatisierte Intralogistik?

Die Zukunft gehört nicht ausschließlich großen vollautomatischen Anlagen. Besonders relevant werden Intralogistik-Lösungen, die sich schnell anpassen und in vorhandene Strukturen integrieren lassen, allen voran:

Physical AI: 
KI-Systeme erhalten durch Kameras und Sensoren ein Verständnis ihrer physischen Umgebung und können daraus Handlungen ableiten.

Humanoide Roboter: 
Menschenähnliche Systeme sollen wechselnde Greif-, Transport- und Handhabungsaufgaben übernehmen, ohne dass Arbeitsplätze vollständig umgebaut werden müssen.

Intelligente Flottensteuerung:
Unterschiedliche AMR, FTS und automatisierte Flurförderzeuge werden herstellerübergreifend koordiniert.

Robot-as-a-Service: 
Unternehmen mieten Robotikleistung und zahlen nutzungsabhängig, statt hohe Anfangsinvestitionen zu tragen.

Digitale Zwillinge: 
Materialflüsse und Anlagenlayouts werden vor der Umsetzung simuliert. Dadurch lassen sich Engpässe, Kapazitäten und Investitionsvarianten frühzeitig überprüfen.

Der gemeinsame Nenner dieser Trends ist eine höhere Anpassungsfähigkeit. Automatisierte Intralogistiksysteme sollen nicht mehr nur effizient, sondern auch lernfähig, modular und resilient sein.

Fazit: Intralogistik-Automatisierung strategisch statt isoliert angehen

Die Automatisierung der Intralogistik bietet Unternehmen die Chance, Materialflüsse zu beschleunigen, Fehler zu reduzieren und Mitarbeitende gezielt zu entlasten. Der Erfolg hängt jedoch weniger vom maximalen Automatisierungsgrad als von der passenden Lösung für den jeweiligen Prozess ab.

Analysiere deshalb zunächst Engpässe und wiederkehrende Tätigkeiten. Starte mit einem wirtschaftlich nachvollziehbaren Use Case, achte auf offene Schnittstellen und beziehe deine Mitarbeitenden frühzeitig ein. So entsteht aus einzelnen Technologien eine leistungsfähige, flexible und sichere Intralogistikkette.

Tipp: Wenn du die Zukunft von Robotik, KI und Automatisierung aktiv mitgestalten möchtest, solltest du den Robotix Impact Summit 2026 besuchen. Dort erhalten Fach- und Führungskräfte wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Technologien und Praxisanwendungen rund um die intelligente Fabrik von morgen.

FAQ: 7 häufige Fragen zur Automatisierung der Intralogistik – mit kompakten Antworten

1. Was versteht man unter Intralogistik?

Die Intralogistik umfasst die Organisation, Steuerung, Durchführung und Optimierung aller internen Materialflüsse, Informationsströme und Warenbewegungen innerhalb eines Unternehmens – vom Wareneingang bis zum Versand.

2. Was ist der Unterschied zwischen Logistik und Intralogistik?

Die Logistik betrachtet die gesamte Supply Chain bis zur Auslieferung, während sich die Intralogistik auf alle internen Transport-, Lager- und Informationsprozesse konzentriert. Die externe Transportlogistik ist kein Teil der Intralogistik.

3. Was bedeutet Intralogistik-Automatisierung?

Maschinen, Roboter und Software übernehmen bei der Intralogistik-Automatisierung einzelne oder mehrere innerbetriebliche Logistikprozesse teilweise oder vollständig selbst.

4. Welche Prozesse lassen sich besonders gut automatisieren?

Wiederkehrende Transporte, die Ein- und Auslagerung von Waren, aber auch die Kommissionierung, Sortierung, Verpackung und Palettierung eignen sich besonders gut für Automatisierung von Intralogistik-Prozessen.

5. Was ist der Unterschied zwischen FTS und AMR?

Klassische fahrerlose Transportsysteme (FTS) bewegen sich überwiegend auf fest definierten Routen, während autonome mobile Roboter (AMR) ihre Umgebung erfassen und Wege dynamischer planen.

6. Lohnt sich Automatisierung auch für mittelständische Unternehmen?

Ja, die Intralogistik-Automatisierung ist durch modulare Systeme, Pilotprojekte und Mietmodelle schrittweise und ohne sofortige Vollautomatisierung möglich.

7. Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz bei der Intralogistik-Automatisierung?

Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt in der Intralogistik unter anderem die Bilderkennung, Routenoptimierung, Bedarfsprognosen, Fehlererkennung und vorausschauende Wartung.

Über die Autorin

 

Nicole Wohnhaas

Seit mehr als 16 Jahren entwickelt Nicole Wohnhaas Konferenz- und Eventformate zu den Zukunftsthemen von Wirtschaft und Industrie. Als Congress Director Product & Sales des ROBOTIX Impact Summit verantwortet sie die inhaltliche Konzeption der Veranstaltung und steht im engen Austausch mit Industrieunternehmen, Technologieanbietern und Innovationstreibern.

In ihren Beiträgen analysiert sie Entwicklungen rund um Robotik, Automatisierung und KI und ordnet deren Auswirkungen auf Produktion, Logistik und industrielle Wertschöpfung ein. Ihr Fokus liegt auf praxisnahen Anwendungsfällen, technologischen Trends und den strategischen Fragen der industriellen Transformation.

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